Realschule braucht wieder einen neuen Konrektor
Markus Gruber geht nach einem Jahr in Roding und wird Leiter der Realschule Furth im Wald
Auf der Konrektoren-Stelle der Konrad-Adenauer-Realschule steht erneut ein Wechsel bevor: Nach nur einem Jahr verlässt Markus Gruber Roding wieder, er wird zum neuen Schuljahr Leiter der Realschule in Furth im Wald. Die Stelle in Roding werde zum Halbjahr neu besetzt, berichtet Direktor Alexander Peintinger, der sich über den Aufstieg seines bisherigen Stellvertreters freut.
Gruber, der schon von 2017 bis 2020 zweiter Konrektor war, kehrte zu Beginn des vergangenen Schuljahres zurück an die Konrad-Adenauer-Realschule. Dass er nun schon wieder geht, sieht Peintinger mit einem lachendenden und einem weinenden Auge: Er habe seine Aufgaben sehr gut erfüllt, aber es sei auch verständlich, dass er sich um eine Leitungsposition beworben habe. Gruber war insgesamt zwölf Jahre lang als ständiger Vertreter des Direktors an Schulen in Roding, Regensburg und Viechtach tätig, „es war klar, dass er nach dieser Zeit auch einmal die Leitung anstrebt.“
Dass dies schon nach einem Jahr in Roding passiere, sei zwar ungewöhnlich, aber verständlich: Die Stelle in Furth im Wald sei eben jetzt frei geworden und die Bewerbung Grubers erfolgreich gewesen. „Er bringt alles mit, um eine Schule erfolgreich zu führen“, bescheinigt ihm Peintinger.
Die frei werdende Stelle in Roding wird ausgeschrieben und soll zum Schuljahres-Halbjahr wieder besetzt werden, erläutert der Direktor, diese Zusage gäbe es vom Kultusministerium. Dass es an Interessenten mangelt, kann sich der Direktor nicht vorstellen: Er rechnet aus der Erfahrung früherer Jahre mit mehreren Bewerbungen – „Roding ist beliebt“, ist er sich sicher. Es ist bereits das vierte Mal, dass für ihn ein neuer Stellvertreter gesucht wird, insgesamt sind sechs ehemalige Konrektoren aus Roding Leiter anderer Realschulen geworden, „das ist schon eine sehr gute Statistik.“
Warum so viele Lehrer aus der Rodinger Realschule Führungspositionen übernehmen? „Unter anderem, weil wir Seminarschule sind, viele Funktionspositionen haben und auch eine erweiterte Schulleitung“, erläutert Peintinger. Qualifikationen wie diese seien bei Bewerbungen für Leitungspositionen ein Vorteil.
Mit allen Kandidaten, welche die Stelle haben möchten und die nötigen Qualifikationen mitbringen, wird der Schulleiter Bewerbungsgespräche führen und ein Ranking erstellen. Dass es schon vor einem Jahr eine Ausschreibung gegeben habe, spiele keine Rolle, „es kann sein, dass Bewerber von damals mittlerweile die Leitung einer anderen Schule haben oder es nicht ein zweites Mal versuchen“, erläutert er, ebenso könne es neue Interessenten geben, „in einem Jahr tut sich auf dem Bewerbermarkt oft viel.“
Die Sympathie dürfe beim Auswahlprozess keine Rolle spielen, sondern alleine Kompetenz und Qualifikationen, erklärt der Direktor. Seine Reihenfolge der Kandidaten gibt Peintinger an das Kultusministerium weiter. Bindend ist diese nicht, dem Ministerium stünden mehr Informationen zur Verfügung. So könne es passieren, dass nicht der Wunschkandidat des Schulleiters die Stelle bekommt, sondern jemand, der in seinem Ranking dahinter war, dies sei aber eher ein Ausnahmefall.
Bewerben können sich Interessenten aus ganz Bayern, sofern sie die nötigen Qualifikationen und die Eignung, die vom jetzigen Schulleiter bestätigt werden muss, haben. Peintinger geht davon aus, dass es auch interne Bewerbungen geben wird.
Der erste Konrektor habe viele Aufgaben, vor allem auch mit dem Schulverwaltungssystem und der Ausbildung von Referendaren, berichtet der Direktor, allerdings sei die Vakanz auf dem Posten von einem halben Jahr kein größeres Problem: „Die erweiterte Schulleitung bleibt ansonsten bestehen, wir teilen uns die Aufgaben auf“, erläutert Peintinger. Bis zum 1. September sei Gruber auch noch in Roding im Dienst, „wir werden noch gemeinsam das alte Schuljahr abschließen und das neue vorbereiten."
(Quelle: Bayerwald Echo vom 29.07.2026)


















